Als Anfänger die richtigen Protektoren finden

Als Downhill Anfänger sieht man sich zu Beginn seiner sportlichen Laufbahn erstmals mit einer riesigen Auswahl an Equipment konfrontiert. Besonders im Bereich Downhill Protektoren sieht man schnell mal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Als Anfänger sollte man den Blick auf das Wesentliche nicht verlieren und vor dem Kauf einige wichtige Punkte beachten.

Worauf sollte ich als Anfänger achten?

Anfängern ist es jedenfalls zu empfehlen, sich eine komplette Protektoren Garnitur zu kaufen. Dabei sollte vorallem auf die Haltbarkeit, sprich die Qualität und Verarbeitung geachtet werden, da besonders in den ersten Saisonen das Material oft an seine Grenzen gebracht wird. Auch wenn man zu Beginn vor hohen Ausgaben steht, sollte man grundsätzlich nicht an den Protektoren sparen, da man erfahrungsgemäß immer doppelt bezahlt.

Ein wichtiger Punkt als Anfänger ist der psychologische Aspekt. Das Rantasten an Geschwindigkeiten, das Ausprobieren von Sprüngen und die Überwindung bei steilen, techischen Stücken stellen die größten Herausforderungen dar. Zu wissen, dass man im Falle eines Sturzes gut geschützt ist, nimmt üblicherweise eine große Last von den Schultern. Die Folge: man verkrampft automatisch weniger, steht lockerer am Rad und stürzt potentiell weniger. Es tut gut zu wissen, dass man sich Fahrfehler erlauben darf.

Dennoch kennt man zu Beginn klarerweise seine Grenzen nicht. Das ist auch völlig normal und richtig. Fest steht aber, dass diese mit der Zeit herausgefunden werden, das ist praktisch unumgänglich. Die Lernkurve geht in den ersten Saisonen steil nach oben. Durch das damit verbundene Risiko sollte man zu Beginn zusätzlich zu einem Fullface Helm in jedem Fall folgende Downhillschoner dabei haben (und auch tragen):

Wir empfehlen Knie- und Schienbeinproektoren zu kaufen, da ein zusätzlicher Schienbeinschutz am Anfang einfach sinnvoll ist; denn: die meisten Sportler entscheiden sich verständlicherweise zunächst für Flatpedale (Plattformpedale). Um maximalen Grip zu garantieren besitzen Downhill Pedale extrem scharfe und spitze Pins. Im Zuge der Eingewöhnungsphase ist das „Pedal gegen Schienbein“-Phänomen allseits bekannt. Man sollte das nicht unterschätzen, denn es kann schnell vorkommen, dass eine solche Schienbein oder Waden Verletzung nicht nur schmerzhaft ist sondern oft auch genäht werden muss.

Ein Rückenschoner ist beim Downhill fahren sowieso Pflicht. Anfängern empfehlen wir definitiv auch Ellenbogenschoner, da jeder Sturz in erster Linie mit den Armen abgefangen wird. Die draus resultierenden Schürfwunden oder im schlimmsten Fall Absplitterungen bzw Brüche kann man sich sparen. Anzumerken sei hier, dass man mit der Zeit lernt, richtig zu Stürzen. Das ist auch der Grund, weshalb Profis oft selbst bei massiven Crashes keine Verletzungen davontragen. Um das zu erlernen muss man jedoch zunächst Jahre lang in den sauren Apfel beißen bzw noch besser: Protektoren tragen um zumindest das Risiko dabei zu senken. Schulterprotektoren sind auch genau aus diesem Grund  sinnvoll: denn, wie eben geschildert, weiß man als Anfänger noch nicht, wie man sich richtig abrollt und Stürze aktiv abfedert. Außerdem ist im Falle des Baumkontakts, ein Schulterschutz sinnvoll.

Das gute an einer Protektorenjacke bzw einem Safety Jacket ist, dass die einzelnen Schützer gut miteinander verbunden sind und den Fahrer nur minimal einengen. Dadurch ergibt sich trotz der hohen Schutzwirkung ein guter Komfort.

Maximale Sicherheit erreicht man in Kombination der oben angeführten Downhillschoner mit einer Protektorhose. Damit ist für rundum Schutz gesorgt. Wir empfehlen besonders auf einen Steißbeinschutz achten.

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